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„Wahlradar Gesundheit“ ist eine Initiative
der deutschen Apotheker:innen
zur Bundestagswahl 2021.

Positionen. Meinungen. Nachrichten.

21. September 2021

Wahlbriefe pünktlich schicken!


Der Bundeswahlleiter weist auf die Einsendefrist von Wahlbriefen hin: „Wahlbriefe mit dem ausgefüllten Stimmzettel für die Bundestagswahl 2021 müssen spätestens am Wahltag, also am kommenden Sonntag, dem 26. September 2021, bis 18:00 Uhr bei der zuständigen Stelle eingegangen sein. Nur dann kann die Stimmabgabe für die Bundestagswahl berücksichtigt werden“, so Bundeswahlleiter Georg Thiel. Es besteht auch die Möglichkeit, den Wahlbrief bei der auf dem Wahlbriefumschlag angegebenen Adresse abzugeben. Jede Briefwählerin und jeder Briefwähler muss selbst dafür sorgen, dass der Wahlbrief die Wahlbehörden rechtzeitig erreicht. Geht der Wahlbrief am 26. September 2021 nach 18:00 Uhr ein, bleibt die Stimmabgabe bei der Bundestagswahl unberücksichtigt.

20. September 2021

Spitzenkandidaten diskutierten


Viele Themen, eine engagierte Diskussion: Zehn Tage vor der Wahl standen die Spitzenkandidatinnen und Kandidaten von CDU, SPD, FDP, AfD und Linke im SR Fernsehen live Rede und Antwort. Mit dabei waren: Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD), Linken-Spitzenkandidat Thomas Lutze, Christian Wirth von der AfD und Oliver Luksic (FDP). Die Themen, zu denen auch Zuschauer-Fragen zugelassen waren, reichten vom Klimawandel über die Schere zwischen Arm und Reich bis zu den Arbeitsbedingungen in der Pflege. Eine Zusammenfassung aller besprochenenThemen und Positionen ist online auf der Seite des SR Fernsehens abrufbar.

20. September 2021

Weener: Klinik-Erweiterung


Investition für eine gesunde Infrastruktur in der Region rund um Weener: Das Krankenhaus Rheiderland wird erweitert. Neben Wohneinheiten sollen dort ein Therapiegebäude und auch eine Praxis für das MVZ Klinikum Leer Weener entstehen. Zusätzlich sind erweiterte Therapieflächen für die Geriatrie und den qualifizierten Entzug geplant ebenso wie Mitarbeiterappartements. Jakobus Baumann, als Vorsitzender des Allgemeinen Krankenhausvereins, sieht in der Maßnahme einen wichtigen Baustein, um den Standort Weener für die Zukunft dauerhaft zu sichern.

16. September 2021

Bürgermeinungen zu Wahlkampfthemen


Was sagen Bürger:innen aus der Region Mainfranken zu Themen wie Gesundheit, Energie und Mobilität? Und welche Themen beschäftigen sie sonst noch? „Mittags in Mainfranken“ auf Bayern 1 beschäftigt sich genau damit und hat vor der Bundestagswahl Stimmungsbilder der Region dazu eingefangen. Ein Teil der Beiträge wird auch auf der Internetseite des Senders veröffentlicht.

14. September 2021

Podiumsdiskussion in Hofheim


„Menschen begegnen sich aktiv, nehmen Anteil und übernehmen Verantwortung für das Sozialwesen“ – unter diesem Motto steht eine Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2021 in der Stadthalle Hofheim am heutigen Dienstag. Eingeladen sind die Direktkandidierenden, darunter auch Kordula-Schulz-Asche, Mitglied des Gesundheitsausschusses und Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik in der GRÜNEN Bundestagsfraktion, Norbert Altenkamp (CDU), Dr. Ilja-Kristin Seewald (SPD) und Bettina Stark-Watzinger (FDP).

14. September 2021

Apothekensterben in Sachsen


Immer mehr Apotheken in Sachsen schließen für immer, berichtet lvz.de. Als Gründe werden unter anderem ausufernde Bürokratie, Lieferengpässe, Online-Konkurrenz und auch die Corona-Krise benannt. Die Zahl der Apotheken im Freistaat beläuft sich aktuell auf 953, Tendenz sinkend. Während in Westsachsen die Versorgung noch relativ gut gesichert ist, nimmt sie in Ostsachsen deutlich ab. Leicht gestiegen ist dagegen die Zahl der Apothekerinnen und Apotheker im Freistaat.

13. September 2021

Kandidaten diskutierten in Lehe


Fünf der sieben Kandidat:innen folgten einer Einladung der Landfrauen in Lehe zu einer Podiumsdiskussion. Unter der Fragestellung „Wo stehen Sie und was möchten Sie für den ländlichen Raum tun?“ debattierten Gitta Connemann (CDU), Anja Troff-Schaffarzyk (SPD), Ferhat Asi (FDP), Julian Pahlke (Grüne) und Kai Jesiek (Linke) Themen wie Landflucht, Ehrenamt und Ärztemangel.

10. September 2021

Krankenwohnung für Obdachlose


Mit der Einweihung durch Kardinal Reinhard Marx öffnet eine Krankenwohnung des Katholischen Männerfürsorgevereins im Münchner Viertel Sendling ihre Türen für obdachlose Menschen, die eine medizinische Versorgung benötigen. Der Erzbischof von München und Freising betont zu diesem Anlass: Neben materieller sei es wichtig, die Bedürftigen spüren zu lassen, „da ist jemand, der nimmt mich wahr, denkt an mich und macht mir Mut, mein Leben neu anzunehmen“. In der Arbeit des katholischen Männerfürsorgevereins werde dieser Ansatz spürbar. Die Erzdiözese München und Freising finanziert das Projekt für drei Jahre mit rund 430.000 Euro.

10. September 2021

Notdienstpraxis in Beuel schließt


Allen Protesten aus Lokalpolitik und Bürgerschaft zum Trotz: Die Notdienstpraxis am St. Josef-Krankenhaus in Bonn-Beuel, NRW, schließt Ende September. Auch ein eigens einberufener „Runder Tisch“ Anfang der Woche mit Vertretern von Kassenärztlicher Vereinigung, des Beueler Notdienstvereins und der Politik unter Leitung von Beuels Bezirksbürgermeisterin Lara Mohn konnte an der Entscheidung, die bereits vor Monaten gefallen war, nichts mehr ändern. Vertreter der Lokalpolitik und des Beueler Notdienstvereins, die sich allesamt für den Erhalt der Praxis eingesetzt haben, betonten die Bedeutung der wohnortnahen und unkomplizierten Gesundheitsversorgung auch nach Dienstschluss und am Wochenende. 4.000 Unterschriften waren unter eine Petition für den Erhalt der Praxis gesetzt worden.

9. September 2021

Blick auf umkämpfte Wahlkreise


Unter der Überschrift „Promis, Quereinsteiger und Neulinge“ nimmt tageschau.de die Wahlkreise in den Blick, in denen es bei der Bundestagswahl am 26. September besonders spannend werden könnte.

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/ueberblick-wahlkreise-101.html

9. September 2021

Podiumsdiskussion in Edenkoben


„Gesundheit und Pflege – Fundamente für eine lebenswerte Zukunft“ Zu diesem Thema wird morgen Abend im rheinland-pfälzischen Edenkolben diskustiert. Auf dem Podium dabei: Sabine Bätzing-Lichtenthäler, MdL, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Hitschler, MdB und SPD-RLP-Landesgruppensprecher sowie Ralf Beck, Vorsitzender Arbeitsgemeinschaft für Gesundheit SPD-Südpfalz (ASG-Südpfalz).

8. September 2021

Ärztenotstand in Nordsachsen


Mit der Schließung einer Hausarztpraxis in Torgau verschärft sich einem Bericht MDR Sachsens zufolge der die Versorgungs-Situation für Patient:innen in der Region. Der Sender zitiert dazu Ulrike Plaszinger von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Sachsen: „Der Ärztemangel in der Region Torgau erscheint zwar im Vergleich zu anderen Städten im Landkreis Nordsachsen erst einmal besonders groß. Betrachtet man aber ganz Sachsen, zeigt sich, dass der Ärztemangel auf dem Lande ein sachsenweites Problem ist.“ Für die Stadt Torgau habe die KV Sachsen seit diesem Jahr eine Förderpauschale ausgeschrieben, um Ärztinnen und Ärzte einen Anreiz zu bieten, sich in der Region anzusiedeln.

8. September 2021

Forderungspapier der AWMF


Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) e.V. hat ein Forderungspapier mit Positionen zur Gesundheitspolitik vorgelegt. Das berichtet der „Informationsdienst Wissenschaft“. Künftig müssten Versorgungsstrukturen im Gesundheitswesen besser geplant und vorgehalten werden, um im Krisenfall verlässlich agieren und viele Menschen zur gleichen Zeit behandeln zu können. „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, unser Gesundheitssystem mit ausreichend Ressourcen auszustatten – vor allem personell, aber auch strukturell und finanziell“, sagt Professor Dr. med. Fred Zepp, Präsidiumsmitglied der AWMF.

7. September 2021

Podiumsdiskussion in Zeil


Gesundheitspolitiker aller Bundestagsparteien diskutierten bei einer Veranstaltung des VdK zum Gesundheits- und Sozialwesen, berichtet der „Fränkische Tag“. Auf dem Podium saßen MdB Simone Barrientos (Die Linke), MdL Barbara Becker (CSU), MdB Dr. Sabine Dittmar (SPD), MdB Manuela Rottmann (Bündnis 90/Die Grünen), MdB Prof. Andrew Ullmann (FDP) und VdK-Präsidentin Verena Bentele. Neben der Bedarfsplanung ärztlicher Versorgung und Krankenhausfinanzierung war auch die Digitalisierung Gegenstand der Diskussion.

6. September 2021

Experten-Forum in Merbeck


Diskussionen und Vorträge für Interessierte rund um das Thema Gesundheit plant der regionale Initiativkreis Gesundheit. Apotheker und Ärzte sind bei dem Forum als Experten dabei und beantworten Fragen. Die Auftaktveranstaltung ist für den 24. September geplant und steht unter dem Thema „Selbstbestimmung ist ein hohes Gut“. Bei diesem Termin wird unter anderem auch Fachapotheker Dirk Büscher als Referent dabei sein.

3. September 2021

Studie: steigende Gesundheitskosten


Die Kosten im deutschen Gesundheitssystem werden immens steigen – zu dem Ergebnis kommt eine Studie der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group (BCG), wie das Handelsblatt berichtet. Matthias Becker wird als Mitautor der Studie zitiert: „Die Kosten im Gesundheitssystem laufen aus dem Ruder. Zu einer der wichtigsten Aufgaben der nächsten Bundesregierung gehört es deswegen, das System grundlegend zu reformieren.“

2. September 2021

Werbebanner gegen Ärztemangel


„Hausärzte für Aichtal gesucht“ – Um die medizinische Versorgung im Baden-Württembergischen Aichtal zu sichern, setzt Bürgermeister Sebastian Kurz auf ungewöhnliche Maßnahmen. Mit großformatigen Werbebannern in allen drei Stadtteilen der Kommune will er, einem Artikel der Esslinger Zeitung zufolge, die dringend benötigten neuen Hausärzte auf die Attraktivität des Standortes seiner Gemeinde aufmerksam machen. „Wir haben entlang der Straßen im Stadtgebiet entsprechende Banner aufgestellt, da der Durchgangsverkehrt stark ist“, wird das Stadtoberhaupt zitiert. Der Aufruf richtet sich demzufolge dabei insbesondere an Allgemeinmediziner und Internisten.

1. September 2021

Aus für Kliniken im Ortenaukreis


Im Zuge einer Klinikreform schließt nun bereits das zweite Krankenhaus im badischen Ortenaukreis, das berichten die Badischen Neuesten Nachrichten. Das Krankenhaus in Gengenbach hat seine Pforten bereits geschlossen und nun endet auch der Klinikbetrieb in Oberkirch. Ab Oktober soll am Standort der vormaligen Klinik ein Gesundheitszentrum mit verschiedenen Dienstleistungen – sowohl ambulant wie auch stationär – entstehen.

1. September 2021

Schulgeld-Erlass gefordert


Die CDU-Landtagsfraktion in Thüringen fordert eine Abschaffung des Schulgeldes für Auszubildende in den Berufszweigen Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie. Der CDU-Landtagsabgeordnete Thadäus König kritisiert einem Bericht zufolge, dass die Auszubildenden in den genannten Berufen Schulgeld in bis zu dreistelliger Höhe finanzieren müssten. Das sei eine "große Ungerechtigkeit" und im Wettbewerb um Fachkräfte in der Gesundheitsversorgung ein erheblicher Nachteil gegenüber anderen Branchen, erklärte König.

31. August 2021

Stichtag für Wahlschein


Stichtag 5. September: Bis dahin erhalten alle im Wählerverzeichnis eingetragenen Personen von ihrer Gemeinde eine Wahlbenachrichtigung. „Bürgerinnen und Bürger, die bis zum 5. September 2021 keine Wahlbenachrichtigung erhalten haben, sollten sich schnellstmöglich mit dem Wahlamt am Ort ihrer Hauptwohnung in Verbindung setzen“, so Bundeswahlleiter Georg Thiel.

26. August 2021

Neuer Chef für Gesundheitsbehörde


Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) bekommt einen neuen Leiter. Ab dem 1. September steht Dr. Fabian Feil, der zuletzt als Referent für Infektionsschutz und öffentliches Gesundheitswesen beim Gesundheitsministerium tätig war, an dessen Spitze. Er tritt die Nachfolge von Dr. Matthias Pulz an, der seit 2007 Präsident des Amtes war und sich jetzt in den Ruhestand verabschiedet. Das NLGA ist nachgeordnete Behörde des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, bündelt Fachwissen zu Krankheiten, erhebt Daten zur Gesundheit der niedersächsischen Bürgerinnen und Bürger und berät insbesondere die Landespolitik, die kommunalen Gesundheitsämter sowie Einrichtungen des Gesundheitswesens.

23. August 2021

Kandidatenrunde in Münster


„Wie sichern wir eine gute medizinische Versorgung?“ Auch um diese Frage soll es bei einer Diskussionsrunde mit den Bundestagskandidatinnen und -kandidaten im Wahlkreis 129 Münster gehen. Ausrichter am Montag, 30. August, 14.30 bis 16.30 Uhr (Einlass ab 14 Uhr) im Stadthotel Münster ist die Caritas. Die Teilnahme ist ohne Anmeldung im Rahmen der 3G-Regel für vollständig Geimpfte, Genesene oder Getestete möglich.

21. August 2021

Roding verliert Intensivstation


Die 12.000-Einwohner-Stadt Roding in Bayern (Bundestagswahlkreis 234 Schwandorf) verliert ihre Intensivstation am Krankenhaus. Besorgt reagiert hierzu die Bürgermeisterin, auch wenn schon länger klar sei, dass das Rodinger Krankenhaus insgesamt als stationärer Klinikbetrieb aufgegeben werden soll, wie es in einem Bericht des Bayerischen Rundfunks heißt. Bürgermeisterin Alexandra Riedl sei „total enttäuscht“, dass die Intensivstation nun plötzlich quasi „über Nacht“, schon zum 31. August, geschlossen werden soll. Die Intensivmedizin soll künftig für den Landkreis Cahm am Krankenhaus in der Kreisstadt Cham konzentriert werden.

21. August 2021

NRW vor Krankenhausreform


Nordrhein-Westfalen steht eine Krankenhausreform bevor. Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann plant, die Krankenhäuser im bevölkerungsreichsten Bundesland sich auf bestimmte Leistungen spezialisieren zu lassen. Nicht mehr die Bettenzahl soll als Richtgröße dienen, sondern die Krankenhäuser sollen in Leistungsbereiche eingeteilt werden. NRW wird das erste Bundesland mit einem solchen Modell. Laumann stützt sich gemäß Medienberichten auf ein Gutachten, wonach Ballungszentren, wie das Rhein-Ruhr-Gebiet, mit Krankenhausleistungen wie Kardiologie, Orthopädie und Geburtshilfe überversorgt sind. Ländliche Gebiete hingegen gelten bei einigen medizinischen Leistungen als teilweise unterversorgt.

19. August 2021

Diskussion in Bramsche


„Es fehlen die Hausärzte“, betonte bei einer Podiumsdiskussion der Sprecher der niedergelassenen Ärzte in der Region Bramsche, Niedersachsen, Konrad Schneider-Grasbenschroer. „Geht der Arzt, stirbt die Apotheke“, fügte laut einem Bericht der Bramscher Zeitung der Apotheker Winfried Müller aus Bramsche bei dieser Diskussionsveranstaltung der örtlichen SPD hinzu. Mit auf dem Podium war auch der SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken, gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion im Europaparlament.

18. August 2021

Kreative Ärzte-Suche in Ostfriesland


Auch im Landkreis Aurich, Niedersachsen, herrscht Ärztemangel. Über die Hälfte der 126 Hausärztinnen und -ärzte in der Region sind nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen 55 Jahre oder älter. Die KVN hat nun Projekte entwickelt, um junge Medizinerinnen und Mediziner für Ostfriesland und das Landleben zu gewinnen. Wie die Nordwest-Zeitung berichtet, heißen die Projekte „Dorf Doktor“ und „Bridge“. Sie enthalten unter anderem Niederlassungszuschüsse und die internationale Suche nach Ärztinnen und Ärzten, die in Ostfriesland praktizieren wollen. Dieses Projekt wird auch von der EU und dem Gesundheitsministerium gefördert.

18. August 2021

Gemeinsamer Protest in Eckernförde


In Eckernförde, Schleswig-Holstein, und Umgebung machen sich Ärzteschaft und Apothekerschaft im Schulterschluss stark für den Klinikstandort Eckernförde. Protestauslöser ist gemäß Bericht der Eckernförder Zeitung ein Wirtschaftsgutachten, das der Imland-Klinik einen „langen Sanierungsstau“ bescheinigt. Nun gebe es politische Pläne für einen Neubau an der Autobahn A7, außerhalb der Stadt, heißt es. 160 Haus- und Fachärzte aus Eckernförde und der Region haben dagegen eine Online-Petition sowie eine Unterschriftenaktion in Apotheken und Praxen gestartet. Sie drängen auf den Erhalt der Klinik und massive Investitionen am jetzigen Standort.

17. August 2021

Ländliche Region mit Aufholbedarf


Gefragt nach der Qualität der Gesundheitsversorgung vor Ort, tritt ein erheblicher Unterschied zwischen Stadt und Land zutage: In Städten sind mit 76 Prozent sehr viel mehr Menschen mit dieser zufrieden als im ländlichen Raum mit 45 Prozent. Was die repräsentative Umfrage des Meinungsinstituts YOUGOV unter mehr als 2.000 Erwachsenen, die im Auftrag der Initiative „Wahlradar Gesundheit“ durchgeführt wurde, ebenfalls hervorbringt: Die Qualität der Gesundheitsversorgung durch die Apotheken vor Ort wird deutschlandweit von 83 Prozent aller Erwachsenen als mindestens „gut“ bezeichnet. Presseinformation

16. August 2021

Pflege-Finanzierung im Fokus


Angesichts immer höherer Zuzahlungen aus eigener Tasche für Pflegebedürftige und ihre Familien ist eine grundlegende Reform der Pflegefinanzierung ein zentrales soziales Thema bei der Bundestagswahl. Die jetzige Große Koalition besiegelte bereits noch Entlastungen und Vorgaben zur besseren Bezahlung von Altenpflegekräften. Verbraucher- und Patientenschützer machen aber Druck für mehr. Der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Klaus Müller, spricht sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur für einen „zunehmenden Anteil an Steuermitteln” aus. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagt der dpa: „Gerade wenn faire Löhne notwendig sind, galoppieren die tatsächlichen Kosten den Betroffenen davon.“ Die Pflegeversicherung müsse endlich generationsgerecht, zukunftssicher und durchfinanziert werden. Ende vergangenen Jahres bekamen gut 4,3 Millionen Menschen Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung – Ende 2019 waren es noch knapp unter vier Millionen gewesen. In den Wahlprogrammen stellen die Parteien teils weitreichende Finanzreformen in Aussicht.

15. August 2021

Zahnärzte im "Ländle" befragt


Die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) Baden-Württemberg hat über eine App die Zahnärztinnen und -ärzte im "Ländle“ befragt. Themen waren dabei deren Einschätzung der wirtschaftlichen Lage sowie Probleme und Herausforderungen der Versorgung im ländlichen Raum. Ergebnis, laut Darstellung der KZV: Die Zahlen für Baden-Württemberg stellten einen Spitzenplatz im bundesdeutschen Vergleich dar. Trotz regionaler Unterschiede sei die wohnortnahe Versorgung in allen Teilen des Landes gewährleistet. Man sei sich der besonderen Situation im ländlichen Raum bewusst. Um die Niederlassung auf dem Land zu fördern, müsse dieser nicht nur als Arbeitsort, sondern auch als Wohnort attraktiver werden, denn dies wirke sich unmittelbar auf die Niederlassungsbereitschaft in strukturschwachen Regionen aus, so die KZV. Dazu gehöre neben einer guten Infrastruktur auch der Ausbau von Angeboten zur Kinderbetreuung. So stelle jeder Dritte der 26- bis 40-Jährigen eine schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf im ländlichen Raum fest. Als große Herausforderung werden zudem fehlendes Praxispersonal und fehlende Praxisnachfolger benannt.

14. August 2021

Not-Apotheke als Mutmacherin


„Diese Geschichte aus dem Ahrtal macht Mut“, heißt es in einem RTL-Bericht über die Öffnung der „Not-Apotheke“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der rheinland-pfälzische Ort ist sehr stark betroffen von der Flut-Katastrophe aus dem Juli. Vier Wochen nach der Katastrophe zeige sich, dass der Wiederaufbau noch lange dauern wird – dennoch hat Apothekerin Linda Wnendt nach Zerstörung ihrer angestammten Apotheke eine Not-Apotheke eröffnen können. Wnendt und ihre Mitarbeiterinnen sind in ehemaligen Räumen des Bonner Generalsanzeigers untergekommen. Die Renovierung ihrer völlig zerstörten Ahrtor-Apotheke werde mindestens noch ein halbes Jahr dauern. Die Patienten seien froh, dass mit der Not-Apotheke wenigstens ein bisschen Normalität einkehrt. „Die sind happy, dass wir wieder da sind und gewohnte Gesichter sehen“, sagt Mitarbeiterin Eva Ulrich in dem RTL-Beitrag.

13. August 2021

Ärzte-Alarm in Rösrath


In Rösrath (NRW, bei Köln) schlagen die Ärzte Alarm. Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, schließt dort zum September eine weitere Doppelpraxis. Damit breche „ein weiteres Standbein der Patientenversorgung weg“, heißt es aus Ärztekreisen. Nur noch acht niedergelassene Ärzte gebe es in Rösrath – die während der letzten Jahre aufgegebenen vier Praxen konnten nicht nachbesetzt werden. Ein Internist beklagt beispielhaft, „an der Kapazitätsgrenze“ zu arbeiten: „Allein meine Praxis musste im letzten Quartal 30 Prozent mehr Patienten versorgen.“ Die Ursache für das Problem sei komplex, heißt es in dem Zeitungsbericht. Die Ärzte sprechen von „Schwierigkeiten bei Übergaben generell“, vom „zunehmenden Unwillen junger Kollegen, sich als Einzelkämpfer zu behaupten“.

12. August 2021

Kleine Gemeinde sucht seit März


Die baden-württembergische Gemeinde Schwanau mit knapp über 7.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sucht bereits seit März händeringend nach einem Allgemeinmediziner – bislang ohne Erfolg. Laut Lahrer Zeitung hat der dortige Bürgermeister, Wolfgang Brucker, jetzt bei einem Pressegespräch einen erneuten Aufruf gestartet. Etliche Gespräche seien geführt, Anzeigen geschalten und Bürgerratschlägen nachgegangen worden. Ausschlaggebend für den Hausärztemangel seien viele Faktoren, erklärt die Kassenärztliche Vereinigung gegenüber der Zeitung. „Zahlenmäßig gibt es zu wenig niederlassungswillige junge Mediziner, vor allem in der Allgemeinmedizin. Das fängt ganz vorne an, dass es zu wenige Medizinstudierende gibt", so die KV. Die fertig ausgebildeten Allgemeinmediziner ließen sich inzwischen unter anderen Bedingungen nieder als noch die Generation davor. „Sie wollen lieber im Team arbeiten. Sie wollen eine bessere ›Work-Life-Balance‹“. Der Trend gehe hin zu größeren Gemeinschaftspraxen. So sei es anzunehmen, dass Patienten künftig weitere Wege in Kauf nehmen müssten.

7. August 2021

Diskussion zu Gesundheitspolitik


Um die Zukunft der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum geht es gemäß Ankündigung der „Rheinpfalz“ bei einer Podiumsdiskussion der SPD (Gemeindeverband Nordpfälzer Land) in Rheinland-Pfalz. Auf dem Podium sitzen der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD), Bürgermeister Michael Cullmann, SPD-Bundestagskandidat Matthias Mieves sowie der Allgemeinmediziner Josef Gaida aus Rockenhausen. Unter anderem sollen die Themen Ärztemangel auf dem Land, Medizinische Versorgungszentren und die Zukunft des Krankenhausstandortes Rockenhausen diskutiert werden. Termin: Dienstag, 10. August 2021 , von 15 bis 17 Uhr, im roten Saal der Donnersberghalle Rockenhausen.

5. August 2021

Bürgerinnen und Bürger sind gefragt


Das Gesundheitsamt des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, das auch für die Stadt Freiburg zuständig ist, startet eine Online-Umfrage zur Gesundheitsversorgung. Es gehe „grundsätzlich um Fragen, wie die Gesundheitsversorgung in Landkreis und Stadt zukunftsfest gestaltet werden kann oder wie die medizinischen Akteure besser zusammenarbeiten können“, heißt es dazu in einer Ankündigung des Landratsamtes. Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Breisgau- Hochschwarzwald und der Stadt Freiburg können sich an dem Projekt mittels einer Online-Umfrage beteiligen. Zu diesem Zweck werden in den nächsten Wochen Informationskarten in insgesamt 10.000 Briefkästen per Zufallsprinzip eingeworfen.

3. August 2021

Niedersachsen: Geld für Kliniken


Das niedersächsische Landeskabinett gibt Fördermittel in Höhe von 120 Millionen Euro für 18 Kliniken frei. Das Geld soll laut Presseerklärung der niedersächsischen Staatskanzlei vom 3. August gezielt in die Weiterentwicklung der Krankenhauslandschaft in den Regionen des Bundeslandes fließen. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie habe deutlich gemacht, was für ein hohes Gut eine flächendeckende und gut ausgestattete Krankenhauslandschaft sei, so Gesundheitsministerin Daniela Behrens. Insgesamt stellen das Land Niedersachsen, Kommunen und Bund in den Jahren 2019 bis 2022 eine Milliarde Euro für Niedersachsens Krankenhäuser bereit.

2. August 2021

Gesundheit in Wahlprogrammen


Wieviel Gesundheit steckt in den Wahlprogrammen? Dieser Frage geht die Redaktion der Nachrichtenplattform BR24 des Bayerischen Rundfunks nach. Deutlich wird in dem Beitrag: Alle Parteien gehen in ihren Programmen intensiv auf den Umgang mit der Corona-Pandemie ein und setzten dabei unterschiedliche Akzente – aber sie setzen sich auch mit anderen Bereichen der Gesundheitspolitik auseinander. Mehr dazu: https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/wie-viel-gesundheit-steckt-in-den-wahlprogrammen,SeunHOq

30. Juli 2021

Auch Arztpraxen zerstört


In den Hochwassergebieten in Deutschland wurden durch die Flut zahlreiche Arztpraxen zerstört. Gemäß eines Berichts des Westdeutschen Rundfunks warnt deshalb der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlich Gesundheitsdienstes: Die Gesundheitsversorgung könnte gefährdet sein. Viele Menschen in den besonders schwer vom Hochwasser betroffenen Orten müssten ohne dringend benötigte Medikamente auskommen, wird der Bundesverband zitiert. Das liege daran, dass zahlreiche Arztpraxen aufgrund von Hochwasserschäden dauerhaft geschlossen bleiben müssen. „In Arztpraxen sind die ganzen Unterlagen zerstört worden“, sagte Ute Teichert vom Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes dem WDR, „konkret bedeutet das, dass manche Menschen nicht wissen, welche Medikamente sie einnehmen müssen“.

30. Juli 2021

Modellprojekt in Bonn


Um die Gesundheitsversorgung aller in Bonn lebenden Menschen sicherzustellen, plant die Stadt ein Modellprojekt in Zusammenarbeit mit dem Verein „Anonymer Krankenschein Bonn“: Menschen mit eingeschränktem oder ohne Versicherungsschutz bekommen dabei Unterstützung, bestehende Krankenversicherungsansprüche einzulösen, oder erhalten alternativ einen anonymen Krankenschein. Wie die Stadt Bonn in einer Pressemitteilung erklärt, sei es oberstes Ziel des Modellprojektes, den Betroffenen wieder Zugang zur regulären Gesundheitsversorgung zu verschaffen. Bis zu 245.000 Euro jährlich sollen dafür im städtischen Haushalt bereitgestellt werden.

20. Juli 2021

DISKUSSION IN OBERFRANKEN


Steigende Pflegekosten, Ärztemangel auf dem Land, Krankenhäuser in finanziellen Schwierigkeiten, fehlendes Personal: Zu einer politischen Diskussion über Herausforderungen wie diese bei Pflege und Gesundheit hatte jetzt die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) in den Energiepark Hirschaid (Oberfranken) eingeladen. Mit dabei waren Johannes Wagner (Kinderarzt und Bundestagskandidat der Grünen für Coburg/Kronach) Klaus von Stetten (Chef des Bayreuther Gesundheitsamtes), die Erlanger SPD-Bundestagsabgeordnete und Patientenbeauftragte Martina Stamm-Fibich sowie der Bayreuther FDP-Bundestagsabgeordnete Thomas Hacker. Online zugeschaltet war Emmi Zeulner, CSU-Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Kulmbach-Bamberg-Lichtenfels. Moderator war Matthias Will, Ressortleiter Wirtschaft Frankenpost/Neue Presse.

12. Juli 2021

KANZLERKANDIDATEN-DISKUSSIONEN IM TV


Aus TV-Duell wird TV-Triell: Den Auftakt macht RTL am 29. August 2021, Sonntag. Um 20.15 Uhr treffen Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz bei RTL und ntv aufeinander. Das Erste und das ZDF strahlen zeitgleich am 12. September 2021, Sonntag, ab 20.15 Uhr 90 Minuten live die Kanzlerkandidaten-Diskussion mit Baerbock, Laschet und Scholz aus. Maybrit Illner und ARD-Chefredakteur Oliver Köhr werden das Format moderieren. Am 23. September 2021, Donnerstag, gibt es zudem eine gemeinsame Schlussrunde der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten aller im Bundestag vertretenen Parteien im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Tina Hassel (ARD) und Theo Koll (ZDF) führen durch die Sendung.

9. Juli 2021

ZDF-WAHLDUELLE ALS NEUE FORMATE


Klimawandel, soziale Gerechtigkeit, bezahlbares Wohnen, Generationenkonflikte, Gesundheit – relevante Themen des Bundestagswahlkampfs sollen im TV bei „Für & Wider – Die ZDF-Wahlduelle“ zur Sprache kommen. Ab Donnerstag, 22. Juli 2021, fünfmal donnerstags gegen 22.15 Uhr im ZDF, und vorab zweimal in ZDFinfo. In jeder Sendung sind zwei Politikerinnen und Politiker aus konkurrierenden Parteien zu Gast sowie zwei Publikumsgruppen, die das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Dunja Hayali und Andreas Wunn sowie Shakuntala Banerjee und Daniel Pontzen moderieren die neuen Gesprächssendungen.

7. Juli 2021

„GESUNDHEITS­WIRTSCHAFT WICHTIG FÜR BAYERN“


Die Bezirksgruppe Oberpfalz der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat jetzt die Ergebnisse ihrer Studie „Gesundheitsversorgung als wirtschaftspolitischer Standortfaktor“ vorgestellt. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer dieser Wirtschaftsvereinigung, erklärt in einer Pressemitteilung: „Wir haben im Rahmen unserer Studie Unternehmen aus der Oberpfalz zum Thema Gesundheit befragt und das Ergebnis ist deutlich: Über 91 Prozent sehen einen großen Handlungsdruck bei der Sicherstellung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung.“ Die Gesundheitswirtschaft sei für Bayern wichtiger Wirtschaftsfaktor. Über 15 Prozent der Erwerbstätigen seien in der Gesundheitswirtschaft tätig, die Bruttowertschöpfung betrug 2019 bayernweit rund 60 Milliarden Euro. „Das zeigt, die Gesundheitsbranche ist wichtig für unser Wirtschaftswachstum und sorgt für Arbeitsplätze.“

6. Juli 2021

LINKE IM BODENSEEKREIS LADEN ZU DISKUSSION


Die Linke Bodenseekreis lädt gemäß einer Pressemeldung am Freitag, 9. Juli, um 18 Uhr zur offenen, digitalen Diskussionsrunde rund um Gesundheitspolitik ein. Gäste sind Harald Weinberg, Mitglied im Deutschen Bundestag und Sprecher für Krankenhauspolitik und Prävention der Linken-Fraktion, sowie Imke Pirch, Krankenpflegerin und Direktkandidatin zur Bundestagswahl für die Landkreise Emmendingen und Lahr. Moderiert wird die Diskussionsrunde von Sander Frank, dem Vorsitzenden und Kandidaten für den Bundestag der Linken im Bodenseekreis. Es ist möglich, ohne Voranmeldung an der öffentlichen Veranstaltung teilzunehmen, und sich mit eigenen Fragen zu beteiligen. Die Einwahldaten sind unter www.die-linke-bodensee.de zu finden.

2. Juli 2021

KRANKENHÄUSER FORDERN KURSWECHSEL


Die Krankenhäuser fordern einen Kurswechsel nach der Bundestagswahl: Wie in einer jüngst veröffentlichten Presseerklärung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zu lesen ist, habe die Pandemie verdeutlicht, dass Gesundheitsversorgung neu gedacht werden muss. „Nur eine sektorübergreifende regionale Neuordnung der Versorgungslandschaft“ könne nach Ansicht der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) eine „dauerhaft hochwertige Versorgungsqualität in Deutschland sicherstellen“. Insbesondere in ländlichen Gebieten müssten ambulante und stationäre Versorgung zusammen gedacht, zusammen geplant und koordiniert werden.

28. Juni 2021

KRANKENKASSEN: STEUERZUSCHUSS UNZUREICHEND


Der GKV-Spitzenverband rechnet im Gegensatz zu Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) nicht damit, dass der von der Bundesregierung für das kommende Jahr beschlossene Steuerzuschuss für die Krankenkassen ausreicht. „Die Bundesregierung muss nachlegen“, sagte die Chefin des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherungen, Doris Pfeiffer, kürzlich dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Wir gehen davon aus, dass die zugesagten zusätzlichen sieben Milliarden Euro nicht ansatzweise ausreichen“, betonte sie. Nach ihren Angaben rechnet der Spitzenverband im kommenden Jahr mit einem Minus von rund 15 Milliarden Euro. Pfeiffer sagte, es sei vereinbart, dass noch vor der Wahl Ende August, wenn genauere Zahlen vorlägen, die Lücke bestimmt und dann vom Bundestag ein höherer Bundeszuschuss beschlossen werde. „Ich erwarte von der Regierung, dass sie sich an diese Zusage hält“, betonte sie.

21. Juni 2021

E-REZEPT IN PILOTPHASE


Seit 1. Juli steht die offizielle App für das elektronische Rezept (E-Rezept) in den App-Stores von Apple und Google zur Verfügung. Sie kann kostenlos heruntergeladen werden. Am selben Tag startete ein Pilotversuch in Berlin und Brandenburg. Annähernd 50 Arztpraxen und 120 Apotheken testen und bewerten das neue E-Rezept.
Die App stammt von der Gematik GmbH, die mehrheitlich dem Bund gehört und für den Aufbau eines sicheren Gesundheitsdatennetzes verantwortlich zeichnet. Laut Bericht des Handelsblatts hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) dem System inzwischen eine Freigabe erteilt.

17. Juni 2021

KOMMUNALE KLINIKEN: FINANZIERUNG VERBESSERN


Der Deutsche Städtetag als kommunaler Spitzenverband schlägt Alarm und hat jetzt Bund und Länder aufgefordert, die Finanzierung großer kommunaler Krankenhäuser dauerhaft zu verbessern und die Daseinsvorsorge für alle Bürgerinnen und Bürger zu sichern. Wie es in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur dpa heißt, zeige die Corona-Krise jeden Tag, was kommunal getragene Krankenhäuser leisten: Betreuung von Covid-Patientinnen und -Patienten, Notfallbehandlung, Geburtsklinik und Palliativmedizin. Große kommunale Krankenhäuser seien vorbereitet für alle Fälle und Notfälle des Lebens. Gleichzeitig schreiben viele Häuser rote Zahlen, so der Deutsche Städtetag. Sie seien strukturell unterfinanziert. Die Städte müssten dann als Ausfallbürgen einspringen. Viele sehen das angesichts einbrechender Steuereinnahmen durch die Corona-Folgen mit immer größerer Sorge.